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Belüftete Teichanlagen

Bei einer der ältesten Techniken der Abwassereinigung wird das Abwasser in große Teiche geleitet, bereits seit hunderten von Jahren. Dabei wird im Grunde die dort natürlich ablaufende Reduktion der BSB5 Fracht genutzt. Diese einfachste Form der Abwassereinigung - sogenannten fakultative Teiche - ist jedoch tatsächlich ein durchaus komplexer Vorgang:

Das Abwasser wird in die Teiche geleitet, üblicherweise mit bis zu 50 Tagen Aufenthaltszeit. Organische Schmutzstoffe setzen sich an der Sohle des Teiches ab und werden langsam unter anaeroben Bedingungen durch Bakterien abgebaut. An der Wasseroberfläche wird durch Wind Luftsauerstoff eingetragen und versorgt in den oberen Schichten aerobe Bakterien mit Sauerstoff. Diese Bakterien nutzen den Sauerstoff um gelöste Schmutzstoffe aerob abzubauen. Auch Algen tragen zum Abbau der Schmutzstoffe bei. Typischerweise werden mehrere Teiche in Reihe hintereinander durchflossen. Nach einigen Jahren sind die Teiche mit sedimentiertem Schlamm gefüllt und müssen geräumt werden.

Diese Technik ist außergewöhnlich einfach und verbraucht praktisch keine Energie, jedoch gibt es entscheidende Nachteile:

  • In der Umgebung der Teiche findet eine äusserst starke Geruchsbelästigung durch die offene Lagerung von Rohabwasser und damit verbundenen Faulungsvorgängen statt, insbesondere im Sommer bei erhöhten Wassertemperaturen. Damit einhergehend ist häufig eine starke Emission von Schwefelwasserstoff (H2S), welcher sehr korrosiv und toxisch ist.
  • Die Größe der Teiche bedingt einen enormen Flächenbedarf, dieser ist rund 50-mal höher als bei einer konventionellen Kläranlage.
  • Die BSB5 Reinigungsleistung ist niedrig, ein Stickstoffabbau findet überhaupt nicht statt.
  • Exzessives Algenwachstum kann zu erheblichen Betriebsproblemen führen.
  • In Teichanlagen finden Stechmücken und Moskitos einen idealen Brutraum.

 

Durch Einführung der „Teichbelüftung“ vor etlichen Jahrzehnten wurden vieler dieser Nachteile eliminiert. Üblicherweise wurden dabei mechanische Oberflächenbelüfter genutzt. Viele Verbesserungen konnten dadurch erreicht werden. Im Besonderen wurde durch das Einbringen von Luftsauerstoff das Reinigungsergebniss entscheidend verbessert. Darüber hinaus konnte das Geruchsproblem eingedämmt und der Flächenbedarf verringert werden.  Belüftete Teiche benötigen generell wesentlich weniger Platz als unbelüftete Teiche.

Jedoch wurden durch die Einführung der mechanischen Oberflächenbelüfter neue Probleme geschaffen. In der Hauptsache ist dies der exzessive Stromverbrauch, bedingt durch den extrem schlechten Wirkungsgrad der Oberflächenbelüfter.  Darüber hinaus erreichen Oberflächenbelüfter nur eine geringe Durchmischung der Teiche. Auch versprühen viele Oberflächenbelüfter - bedingt durch das Arbeitsprinzip - Aerosole, welche ein neues Gesundheitsrisiko darstellen.

In jüngster Zeit erleben belüftete Teichanlagen jedoch eine Art “Renaissance”, aufgrund ihrer einfachen Betriebsweise und wegen der folgenden signifikanten Verbesserungen:

  • Neue feinblasige Belüftungssysteme mit viel höherem Wirkungsgrad wurden entwickelt, dadurch wurde der Energieverbrauch mehr als halbiert
  • Der verbesserte Sauerstoffeintrag dieser Systeme verhindert Geruchsbelästigungen
  • Durch eine verbesserte Durchmischung konnten die Teichgrößen weiter verkleinert werden, bei verbesserter Abbauleistung
  • Viele dieser verbesserten Teichsysteme sind in der Lage bei erhöhten Wassertemperaturen auch Ammonium- Stickstoff abzubauen

Heutzutage werde diese sogenannten „Hochleistungsteichanlagen“ oft als Alternative zu klassischen Belebungssystemen eingesetzt, insofern es keine sehr strengen Anforderungen an den Stickstoffabbau gibt.

Das OXIWORKS® Belüftungssystem ist dabei in hervorragender Weise geeignet um in solchen verbesserten Teichsystemen eingesetzt zu werden. Dabei spielt es keine Rolle ob eine Anlage neu gebaut wird oder das Belüftungssystem in vorhandenen Teiche nachgerüstet wird.

Das einfache und effektive Design der OXIWORKS® Belüftung kann als “plug and play” eingesetzt werden.  Die enorme Flexibilität des Systems erlaubt den Einsatz in Teichsysteme jeglicher Größe und Geometrie.

Durch das einzigartige Arbeitsprinzip der schwimmenden und sich bewegenden Belüftung wird eine hervorragende Durchmischung des Teiches erreicht. Totzonen oder Kurzschlussströme werden weitestgehend verhindert.

Der hohe Sauerstoffeintrag der OXIWORKS® resultiert in wesentlich weniger Stromverbrauch im Vergleich zu Oberflächenbelüftern, manchmal weniger als 40 %.

Insbesondere für voll durchmischte Teichsysteme ist die OXIWORKS® Belüftung das Mittel der Wahl.

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